Gefahr der Überlastung der Naherholungsgebiete in Wedel

Durch die aktuelle Entscheidung des Landes Schleswig-Holstein die Naherholungsgebiete Holmer Sandberge, Hetlinger Schanze und das Himmelsmoor aus Gründen der Pandemieabwehr zu sperren, befürchtet die SPD Wedel Besucherchaos in Wedels Naherholungsgebieten und hat einen offenen Brief an den Bürgermeister formuliert:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

wie aktuell zu erfahren ist, sind durch eine Entscheidung des Landes Schleswig-Holstein unter Berücksichtigung der Hinweise des Landkreises Pinneberg und vermutlich der örtlichen Gemeindeverwaltungen die Naherholungsgebiete Holmer Sandberge, Hetlinger Schanze und das Himmelsmoor aus Gründen der Pandemieabwehr gesperrt.

Anscheinend waren dort in der letzten Zeit zu viele Besucher.

Das erscheint nicht so gut für Wedel, da die Besucher sich neue nicht gesperrte Ziele im nahen Umfeld suchen werden.

Und dazu gehört Wedel mit dem Hundestrand, dem Schulauer Fährhaus, dem dazugehörigen Ponton, der Maritimen Meile bis zum Strandbad, dem Autal und natürlich Fährmannsand inklusive Zufahrt sowie der Deichbereich vom Elbwanderweg bis nach Holm.

Wir wissen aus eigener Erfahrung der letzten Tage, dass schönen Plätze für Wedeler und Tagestouristen aus Schleswig-Holstein und Hamburg attraktiv sind und konnten bereits an den letzten Wochenenden beobachten, dass es zu Überfüllung und langen Schlangen kam. Das Zitat einer wedeler Bürgerin beschreibt die Situation des letzten Wochenendes sehr gut:“ Im Autal ging es zu wie auf der Mönckebergstraße beim Weihnachtsshopping“.

Wie soll es nun werden nach der Sperrung der Naherholungsgebiete in der Nähe zu Wedel?

Wie konnte ohne Intervention der wedeler Stadtverwaltung der Landkreis dem Land Schleswig-Holstein solche Vorschläge machen und damit Wedel zum Zentrum der Wochenendausflüge zu Pandemiezeiten?

Wir alle sind durch die Einschränkungen zur Bewältigung der Pandemie schwer genug betroffen. Die meisten von uns halten sich an die Regeln. Trotz der Kontaktbeschränkungen dürfen wir aber heraus in die Natur. Aktivitäten an der frischen Luft sind Lebenselixier für jung und alt.

So wie es jetzt geplant ist, wird ein Besucherchaos nicht zu verhindern sein und wir Wedeler werden den Wochenendspaziergang vor der Haustür nicht AHA-gerecht machen können.

Die SPD fragt nach, ob es eine Planung für Zufahrtsbegrenzungen nach Wedel und Zugangsbeschränkungen zu den jeweiligen Besuchsabschnitten geben wird, wenn eine pandemiegerechte Maximalzahl an Besuchern dort eingetroffen ist?

Könnten die gesperrten Naherholungsgebiete wieder geöffnet werden, um den Druck von Wedel zu nehmen? Könnten, wie im Sommer z.B. in den Strandbädern der Ostsee, kontrollierte Zugangsbeschränkungen eine pandemiegerechte Nutzung ermöglichen, denn, eine Sperrung der Naherholungsgebiete schlicht ein großes Problem.

Mit freundlichen Grüßen

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Wedel, 26.01.2021
Sophia Jacobs-Emeis, Fraktionsvorsitzende
Rüdiger Fölske, 1. Stv Fraktionsvorsitzender