Verbesserung der Inzidenzrate in Wedel

Die SPD erwartet eine Verstärkung aller Aktivitäten zur Pandemiebekämpfung in Wedel durch die Verwaltung der Stadt. Die Stadt hat hier eine aktive Rolle und trägt Verantwortung unmittelbar für die Wedeler Gesellschaft, auch wenn der Landkreis formal die Vorgaben macht. Daher hat die SPD-Fraktionen einen offenen Brief an den Bürgermeister formuliert:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

die Wedeler Bürgerinnen und Bürger wissen aus eigener Erfahrung, wie schwer es für unsere Familien ist, mit den Einschränkungen durch die Anordnungen zur Pandemiebekämpfung zu leben und unser tägliches Leben, die Schule, die Kinderbetreuung oder den Beruf zu gestalten. Aber die meisten Wedeler versuchen, das Beste daraus zu machen und durch eine Befolgung der Regeln ihren Teil dazu beizutragen, die Pandemie zu besiegen.

Allerdings fallen auch in Wedel in der Bahnhofstraße, auf den Wochenmärkten, im Autal und auf der Maritimen Meile immer wieder Menschen auf, die sich aus den verschiedensten Gründen nicht an die geltenden Anordnungen halten. Da sind sicher auch grundsätzliche Verweigerer und Besserwisser dabei, aber auch Menschen, die bis heute noch nicht den Sinn der angeordneten Maßnahmen richtig verstanden haben genauso wie Menschen, die sich keine Masken kaufen können.

Wir glauben, dass es bei den wenigen Verweigerern und Besserwissern darum geht, mit klarer Haltung die Regeln durchzusetzen.

Überwiegend geht es darum, mit Augenmaß und in gesellschaftlichem Miteinander darauf hin zu wirken, dass sich noch mehr Wedeler an die Regeln halten, damit wir die Pandemie in den Griff bekommen können.

Schließlich geht es auch um das Leben unsere älteren Wedeler in den Heimen, um die Menschen, die unser Land am Laufen halten in den Krankenhäusern, der Feuerwehr, den Rettungsdiensten, den Kitas und der Polizei. Und es geht um unser aller Gesundheit.

Die SPD erwartet eine Verstärkung aller Aktivitäten zur Pandemiebekämpfung in Wedel durch die Verwaltung der Stadt. Die Stadt hat hier eine aktive Rolle und trägt Verantwortung unmittelbar für die Wedeler Gesellschaft, auch wenn der Landkreis formal die Vorgaben macht. Wedel kann selbst entscheiden, ob es Taxigutscheine für Senioren gibt oder kostenlose Masken für die besonders schutzbedürftigen Gruppen.

Das Ordnungsamt, die Feuerwehr, das DRK oder die AWO in Wedel könnten durch positives Entgegenkommen, Erklären und Ermahnen zur Verbesserung der Schutzmaßnahmen beitragen und kostenlos Masken verteilen an Menschen, die noch über das richtige Anwenden der aktuellen Corona Regeln informiert werden müssen.

Die eher nicht wahrnehmbaren Corona Hinweise Schilder (in Deutsch) in der Stadt sollten ersetzt werden durch eine echte „Kampagne“, um auch den letzten Wedeler von der Wichtigkeit der Befolgung der Regeln zu überzeugen.

Eine Schnell-Teststation für alle Wedeler kostenlos auf dem Rathausplatz würde helfen, die Inzidenz Wedels zu reduzieren, wie es zum Beispiel in Tübingen funktioniert. Wedeler Ärzte und Apotheker würden sicherlich diese Idee unterstützen. Vielleicht ist sogar eine PCR Testung möglich?

Ein Ende der Pandemie ist noch nicht abzusehen, es wird länger dauern, als bisher angenommen. Wedel muss sich bewegen, allen voran die Stadtverwaltung. Dann könnte es besser werden mit den hohen Inzidenzen, die wir aktuell bedauerlicherweise in Wedel haben.

Mit freundlichen Grüßen

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Wedel, 26.01.2021
Sophia Jacobs-Emeis, Fraktionsvorsitzende
Rüdiger Fölske, 1. Stv Fraktionsvorsitzender